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24.09.2018

Die Tankstelle im Taschenformat

Die FREITALER STROM+GAS GMBH (FSG), die in Freital und Umgebung Tausende Kunden versorgt, engagiert sich auf einem neuen Geschäftsfeld. Zusammen mit Partnern bietet das städtische Unternehmen seit Kurzem Stromtankstellen an und will damit vor allem Firmen und Privatpersonen erreichen. „Wir wollen als Vorbild vorangehen“, sagt Geschäftsführer Matthias Leuschner.

Denn der Markt für die Ladestationen ist derzeit noch klein. Im gesamten Landkreis waren zum Jahresbeginn gerade einmal rund 100 Elektroautos zugelassen. In Freital dürfte die Zahl der strombetriebenen Fahrzeuge höchstens im zweistelligen Bereich liegen. Warum engagiert sich die FSG also in dem Segment?

„Wir wollen uns der Technologie nicht verschließen“, sagt FSG-Vertriebsleiter Jens Schulze. „Sie hat gewisse Chancen, was die Zukunft betrifft.“ Um das Thema Elektromobilität voranzubringen haben sich die Stadt und die Stadttöchter zusammengefunden und ein gemeinsames Konzept erarbeitet. Dazu gehört unter anderem auch, dass jedes Unternehmen Elektrofahrzeuge und die entsprechende Ladestation bekommt. Die wiederum liefert die FSG.

Das Projekt steht zwar noch am Anfang und soll erst in den kommenden Monaten Fahrt aufnehmen, doch die ersten Schritte sind bereits getan. Die Wasserversorgung Weißeritzgruppe, die in Freital ihren Sitz hat, fährt bereits mit einem Dienst-E-Mobil durch die Stadt. Auch die FSG hat einen Stromer bestellt und wartet nur noch auf die Auslieferung. Die entsprechende Stromtankstelle existiert bereits auf dem Werksgelände. Entstanden sind außerdem bereits vier Ladestellen im Parkhaus des Technologiezentrums. Das Besondere: Der Strom für diese Ladesäulen kommt aus regenerativer Energie.

Konzentrieren will sich die FSG künftig verstärkt auf zwei Kundengruppen: Zum einen auf Firmen, die ihren Fuhrpark auf E-Autos umrüsten wollen und dafür auch Ladesäulen brauchen. Und zum anderen auf Privatkunden, die elektrisch unterwegs sein wollen und sich im heimischen Carport oder in der Garage eine Stromtankstelle einrichten wollen. Die FSG arbeitet dabei mit verschiedenen Herstellern der Ladeboxen zusammen. Diese liefern die Technik. Die FSG installiert die Boxen und kann auch die Wartung übernehmen. Der Kunde hat den Vorteil dieses Services und eines Ansprechpartners vor Ort, wenn doch mal etwas kaputt geht. Mit etwa 1.000 Euro für das Gesamtpaket müsse man im Durchschnitt rechnen, so Vertriebsleiter Schulze.

Die Stromtankstellen erreichen, wenn es das Auto zulässt, eine Leistung von elf Kilowatt. Damit ist ein E-Auto nach rund zwei Stunden wieder aufgeladen.

Quelle: Tobias Winzer in SZ-Online, Ausgabe Freital, 11.September 2018

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